Ton ist ein sinnliches Stückchen Erde mit plastischen Qualitäten.  

Keramik die aus dieser Masse mit Wasser frei gedreht ist, Luftgetrocknet und handbemalt wird und zum Ende der Entstehungsphase durch Hitze( Feuer) gefestigt wird, begleitet meinen Alltag.

Das freie Drehen auf der Scheibe ist nie langweilig. Es verlangt ständige Aufmerksamkeit und 10 ruhige Finger. Die Ausgewogenheit zwischen Höhe und Weite ist ein ewiges Miteinander. Eine schnelle Bewegung, und alles sackt einfach in sich zusammen.

Es ist für mich jedesmal wieder ein erfüllendes Erlebnis, aus dem Nichts bzw. aus einem Kubel Ton ein Volumen, einen Raum zu schaffen, der vorher nicht vorhanden war.

In der schnelllebigen Zeit heute ist dieser alte Beruf für mich eine erfüllende und lebendige Arbeit. Sie birgt Ausdauer und Ruhe, die vielleicht noch zu spüren ist, wenn man aus einem fertigen Becher trinkt.

Das Zusammenspiel von Engobe, Ornamenten und Glasur, zeigt sich erst nach dem Brand und bringt Nuanchen hervor, die im Entstehungsprozess noch nicht erkennbar sind. 

 

Das Drehen ist der wichtigste Arbeitsabschnitt in der Keramikherstellung. Dieser Teil braucht am Längsten ihn zu erlernen, in der Herstellung von Keramik ist er jedoch der  zeitlich kürzeste Moment.

Nach dem Drehen steht noch ein langer Arbeitsweg bevor, bis die Keramik gebrauchsfertig ist.

Mein Ausdruck: ich drehe mir die Arbeit erst, kommt  Zuschauern sehr unglaubwürdig vor, da es nach dem Drehen fast fertig wirkt..

Meine Werkstatt in Hamburg Volksdorf habe ich aufgelöst, aber die Kustkate in Hamburg (Eulenkrugstr.) hat ein paar Stücke von mir in der Ausstellung. Sie können mich aber auch gerne bei einem St. Perter-Urlaub besuchen an der Nordsee auf dem Volkertshof im ehemaligen Kuhstall besuchen kommen.

 

Achtung neue Anschrift:

 

Keramikwerkstatt

Volkertsweg 2

25836 Osterhever

 

 

 

 

 

Werkstatt und Ausstellungsraum.

Keramikwerkstatt Wiebke Leuzinger | w.Leuzinger(at)LW-Keramik.de